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Das war mein Jahr 2017

Fabian Westerheide 2017

Wie bereits in 2016 schreibe ich 2017 meinen persönlichen Jahresrückblick. Zum einen möchte ich meine Erfahrungen teilen, zum anderen ist es auch ein Anlass für mich zu reflektieren.

2017 war ein gutes Jahr. In meinen 20ern war ich darauf fokussiert, viel zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, herauszufinden, was mir Freude bereitet und worin ich gut bin.

Für meine 30er habe ich drei übergreifende Ziele:

  • ein glückliches und zufriedenes Leben führen mit meiner Familie und meinen Freunden
  • mich als Experte zu positionieren und unternehmerische Freude an meinen Tätigkeiten zu haben
  • ein Vermögen aufzubauen, welches meiner Familie und mir in 10 Jahren Freiheit und Sicherheit ermöglicht

MEINE DREI HIGHLIGHTS

Der singuläre Höhepunkt 2017 war für mich mein Auftritt im Bundestagsausschuss digitale Agenda und das Gespräch mit Abgeordneten über künstliche Intelligenz. Es hat nicht nur richtig Spaß gemacht, sondern war zugleich auch Anerkennung für meinen wachsenden Expertenstatus im Bereich Künstliche Intelligenz.

Der nächste Höhepunkt war, dass ich dieses Jahr finanziell gesehen einige Erfolge hatte, die mir helfen, ein nachhaltiges Vermögen zu generieren. Zum einen ist meine Beteiligung Delivery Hero an die Börse gegangen. Ich war 2012 in die Gründung involviert und habe damals mein erstes Investment in eine Firma getätigt. Das daraus so ein Erfolg werden würde, war nicht zu erwarten, doch erwünscht. Insgesamt hat die Beteiligung mir über 2.500 % auf mein Kapital gebracht. Für mein erstes Investment ist das schon einmal richtungsweisend.

Zum anderen habe ich 2016 angefangen, in Cryptoassets zu investieren. Bei einem Kurs von rund 400,00 € pro Bitcoin bin ich eingestiegen. Damals mit keiner großen Summe, doch nach und nach kaufte ich mir auch Ether und IOTA. Zum Ende des Jahres liegt mein Portfolio bei +3.700 %. Ich habe sicherlich nicht viel dazu beigetragen, doch anscheinend bisher auf das richtige Pferd gesetzt. Inzwischen sind Cryptoassets mein zweitgrößter Posten nach Firmenanteilen und vor Aktien, Anleihen und Rohstoffen.

Mein drittes Highlight ist der Start meines Token Sales für Asgard. Unbewusst habe ich die letzten drei Jahre darauf hingearbeitet. Ich habe erste Investments gemacht mit eigenem Kapital (z. B. in Parlamind, Micropsi Industries und Accelerated Dynamics). Ich habe mein Wissen im Bereich Künstliche Intelligenz ausgebaut und dazu auch öffentlich Stellung bezogen (unter anderem bei NTV, Wired, t3n, Handelsblatt, Capital).

In 2017 fühlte ich mich bereit, Asgard auf die nächste Stufe zu heben. Zugleich kann ich mit einem Token Sale ein sehr neues und vielversprechendes Konzept umsetzen, welches vielleicht die Venture-Capital-Industrie der Zukunft moderner und transparenter macht.

EIN JAHR IN FAKTEN UND ZAHLEN

Wie schon letztes Jahr fasse ich meine Tätigkeiten in Zahlen zusammen.

Ich hatte 526 Meetings und Calls. Wenn ich meine Reisetätigkeiten berücksichtige, habe ich ca. 18 1on1-Termine pro Woche gehabt. Eigentlich hatte ich mir 2016 vorgenommen, weniger externe Termine zu haben. Stattdessen sind es sogar 50 % mehr geworden. I FAILED.

Dazu kamen 28 Vorträge. Dabei durfte ich auf diversen Konferenzen für Konzerne sprechen (wie Daimler, Bertelsmann, Telekom, Roland Berger, Microsoft), für Parteien und Abgeordnete. Dazu war ich für mehrere Stiftungen aktiv (z. B. Konrad-Adenauer-Stiftung, Stiftung Mercator oder Stiftung Neue Verantwortung). Natürlich sprach ich jedes Mal über künstliche Intelligenz: Der Stand der Technologie, Anwendungsfälle sowie Chancen und Risiken.

Zu den Vorträgen kamen mindestens 50 Vorlesungen, Panels, Empfänge, Dinner-Events, Meet-ups und Podcasts. Obendrauf noch Dutzende Interviews für Wired, t3n oder die Börsen-Zeitung.

Zusätzlich habe ich fleißig Bücher gelesen. Laut Amazon waren es 32. Die besten darunter sind Homo Deus von Yuval Noah Harari, Quantum Thief von Hannu Rajaniemi, Origin von Dan Brown, Dark Matter von Blake Crouch und Kill Decision von Daniel Suarez. Und natürlich muss ich mein Lieblingsbuch Ready Player One (von Ernest Cline) empfehlen. Das las ich Weihnachten 2016 und habe es vorher nicht erwähnen können.

12 Blogbeiträge sind es geworden. Der beliebteste Artikel war meine Auflistung von 80 Firmen für künstliche Intelligenz in Deutschland. Direkt dahinter folgt mein Beitrag über die Entstehung der deutschen Digitalindustrie. Interessanterweise ist auf Platz 9 dieses Jahr mein Artikel darüber, wie man eine Venture-Capital-Firma gründet. Anscheinend denken darüber einige Tausend Leute nach.

Europa habe ich dieses Jahr nicht oft verlassen. Doch immerhin war ich in 8 Ländern – meistens für Vorträge.

WEITERES

Was lief 2017 noch gut? Wir hatten eine großartige Rise-of-AI-Konferenz. Innerhalb von 3 Jahren wuchs unser Format auf 350 Gäste. Natürlich ist so eine Konferenz sehr viel Arbeit, doch es macht zugleich auch Spaß, sich mit den Meinungsführern für künstliche Intelligenz auszutauschen, ein Erlebnis für die Gäste zu organisieren und das Thema „Künstliche Intelligenz“ breiter in die Öffentlichkeit zu tragen.

Mein Eheleben ist super. Ich habe eine tolle Frau, die mir den Rücken stärkt und mich ermutigt, Neues zu wagen. Inzwischen hält sie auch einige Cryptowährungen und ist nach wie vor total neugierig auf künstliche Intelligenzen und Blockchain-Anwendungen.

Die Zusammenarbeit mit meiner Familie läuft auch gut. Es ist angenehm, mit den Menschen Firmen aufzubauen, denen man vertraut, und mit denen es eine langfristige Vision gibt.

Ich bin gesund. Das sollte auch geschrieben werden. Natürlich werde ich älter. Man merkt es in den Knien beim Joggen. Auch die Haare werden weniger auf dem Kopf und wachsen am Rücken weiter. Gerade deswegen nahm ich dieses Jahr an XLETIX teil und trete nächstes Jahr erneut an.

Die einzige größere finanzielle Ausgabe dieses Jahr war ein Virtual Reality Set (Oculus Rift Touch mit 3 Sensoren für 360 °). Dabei war die VR-Ausrüstung günstig, eher war der notwendige Rechner teuer. Ich musste mir sogar Windows installieren, da Mac mit der VR nicht nutzbar ist. Der Gamer in mir hat große Freude daran und ab und zu genieße ich noch den Ausflug in VR-Multiplayer-Spiele.

Ebenso hatte ich dieses Jahr einige großartige Paintballturniere, die ein absoluter Genuss waren.

WAS BESSER GEHT

Worüber ich mich ärgere ist, dass ich vielleicht nicht mehr Kapital in Bitcoins gesteckt habe. Sicherlich denkst auch du das gerade beim Lesen. Anfangs war es technisch nicht einfach, Bitcoins zu kaufen. Und später fühlten diese sich so „teuer“ an.

2016 plante ich ein Buch zu schreiben. Zwar habe ich mehrere Konzepte angefangen, doch dann entschieden, dass ich es aus Ressourcengründen derzeit nicht fortsetzen möchte.

2016 plante ich für dieses Jahr 5 neue Investments. Das hat nicht geklappt. Stattdessen habe ich es geschafft, dass alle Portfoliofirmen Folge finanziert wurden und ich habe einen Token Sale gestartet.

Den Programmierkurs (geplant 2016) habe ich belegt, doch auch nicht bis zum Ende durchgehalten.

Immerhin ging mein Ziel auf, dass ich eine Gastvorlesung halte (Finanzierungsoptionen für junge Firmen).

WAS STEHT 2018 AN?

Für 2018 möchte ich vorerst die Dinge fortsetzen, die ich angefangen habe.

Im Vordergrund steht der Token Sale. Mein Ziel sind 100 Millionen € an Kapital, welches ich dann in spannende Künstliche-Intelligenz-Firmen investieren werde. Die Frage ist nur, wie schnell und von wem ich das Kapital bekomme. Das ist heute noch unklar und diesen Teil gehe ich Anfang 2018 an.

Dazu haben wir für Rise of AI 2018 eine noch größere Konferenz geplant. Wir erwarten über 500 Gäste. Ich habe gut 40 Speaker eingeladen. Es gibt 2 Bühnen und erstmalig auch eine Messe.

Ebenso werde ich 2018 mein Team ausbauen. Ich merkte dieses Jahr, dass ich öfters an meine Grenzen kam, was ich selber erledigen konnte. Für Asgard haben wir eine tolle Verstärkung, welche im Januar nach Berlin kommt. Für den Token Sale arbeitete ich parallel mit 10 Personen. Dazu kommen unzählige Freelancer, welche ich koordiniere. 2018 miete ich vielleicht auch erstmalig wieder ein externes Büro und stelle mir ein Kernteam zusammen.

Ich freue mich auf 2018. Gleichzeitig bin ich etwas nervös. Es ist nicht einfach zu wachsen. Man investiert wertvolle Lebenszeit.

Meine letzten Worte dieses Jahr gehen an Dich, liebe Leserin und lieber Leser: Ich wünsche Dir ein frohes Fest und eine ruhige Zeit zum Jahresende. Mögen wir alle im neuen Jahr mit voller Energie wieder durchstarten und unsere persönlichen Ziele erreichen.

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